Fünfter Heatball Newsletter Kulturhauptstadt Essen 2010, 2011-07-10

Liebe Heatball Freunde,

auch wenn es in der Presse etwas ruhiger um unsere Aktion geworden ist, tut sich noch immer einiges rund um den Heatball.

Nachdem wir gegen die Ordnungsverfügung der Bezirksregierung vom 6.1.2011 eine Klage eingereicht haben, ist nun ein Termin zur Erörterung beim Verwaltungsgericht in Aachen Adalbertsteinweg 92 am 26.7.2011 um 11:00 im Sitzungssaal A 2.012 angesetzt. Wir freuen uns auf den Termin, zu dem sich auch einige Medienvertreter angemeldet haben, und hoffen, dass wir auf diesem Wege der Satireaktion zu ihrem Recht verhelfen können.

Im letzten Monat waren wir noch einmal zu Dreharbeiten auf Reisen. Der Dokumentarfilm "Bulb Fiction" wird im Herbst in die Kinos kommen und hierin wird auch die Protestaktion Heatball eine Rolle spielen. Die Dreharbeiten in Wien mit dem Team von "Bulb Fiction" waren hoch informativ. Es ist sehr erschütternd, wenn man die Ergebnisse von zwei Jahren Recheche aus erster Hand erfährt. Dank des letzten Newsletters konnten auch entsprechende Dreharbeiten im Passivhauses gemacht werden, um den Heat Replacement Effect zu erläutern.

Warum die Energiesparlampe trotz erheblicher Risiken für Umwelt und Gesundheit gefördert und der Heatball im Namen des Umweltschutzes mit sofortiger Wirkung beschlagnahmt wird, ist nur zu verstehen, wenn man die Kräfte berücksichtigt, die zur EG-Verordnung beigetragen haben.

Wie steht es doch auf unserer Homepage:

"Ein Heatball ist ein elektrischer Widerstand, der zum Heizen gedacht ist. Heatball ist Aktionskunst! Heatball ist Widerstand gegen Verordnungen, die jenseits aller demokratischen und parlamentarischen Abläufe in Kraft treten und Bürger entmündigen."

Wir sind uns sicher, dass jeder Politiker, der sich die Zeit nehmen und die Mühe machen würde, die Hintergründe der EG-Verordnung zu beleuchten, sich dem Protest gegen diese Art von umwelt- und gesundheitsschädlichem Verordnen anschließen würde. An dieser Stelle danken wir dem Abgeordneten Herbert Reul für seine Bemühungen.

Die Anwort der EU-Kommission auf unsere Anfrage ist im Aktionsverlauf auf unserer Webseite zu finden.

Teile dieses Schreibens haben nun Einzug in den juristischen Schrifwechsel gefunden, obwohl sie nachweislich falsch sind. Wir haben Frau Donnelly gebeten, bis zum 15.7 für eine Korrektur zu sorgen, damit bei Gericht keine Schriftstücke der EU mit falschem Inhalt verwendet werden. Sie schreibt:

"Zur Frage der "Heatball"-Aktion möchte ich darauf hinweisen, dass Glühlampen für Heizungszwecke gemäß dem Wortlaut der Verordnung nur dann auf den Markt gebracht werden dürfen, wenn nachgewiesen ist, dass diese für Beleuchtungszwecke ungeeignet sind. Ansonsten würde die Vermarktung einen Verstoß gegen die Verordnung darstellen."

Diesen angeblichen Wortlaut in der Verordnung gibt es gar nicht, weil ja dann auch nachgewiesen werden müßte, dass man mit einer stoßfesten Lampe (erlaubte Speziallampe) keinen Raum beleuchten kann, welches natürlich völliger Unsinn ist.

Im Sinne der Verordnung ist der Heatball nicht zur Beleuchtung geeignet, da er eine Heizung ist und daher als Lampe sehr ineffizient, also ungeeignet. Dies hat schließlich auch zur Entstehung der EG-Verordnung selbst beigetragen. Auf diesen Sachverhalt weisen wir auf der Verpackung entsprechend den Vorgaben der Verordnung ausdrücklich hin.

Zum Thema Glühbirne ist "Das Glühbirnenbuch" von Markus Krajewski neu im Braumüller Verlag erschienen (ISBN 978-3-99100-038-9). In diesem Buch ist viel zu entdecken, rund um das Kulturgut "Glühbirne". Es ist auch schön zu sehen, das unsere südlichen Nicht-EU Nachbarn den Heatball unterstützen, siehe: http://www.heatball.ch

Wir erfahren weiterhin große Unterstützung aus vielen verschiedenen Ländern, hierfür möchten wir uns herzlich bedanken.

Grüße aus der Mitte Europas

R. Hannot und S. Rotthäuser


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